Karma

Karma

Karma ist ein Begriff, der öfter im Sprachgebrauch verwendet wird. Oft hört man solche Aussagen wie: Er oder sie hat ein gutes oder schlechtes Karma. Aber was ist genau damit gemeint? Welche Bedeutung hat diese Aussage?

Unter Karma versteht man ganz einfach ein spirituelles Konzept wonach jedes Handeln, egal ob physisch oder geistig unweigerlich eine Folge hat. (Quelle: http://www.wikipedia.org/wiki/Karma).

Wörtlich übersetzt (Sanskrit - die Sprache der klassischen indischen Kultur) bedeutet das Wort Karma Handlung. Im Zusammenhang mit der Lehre des Buddhismus bezieht sich das Wort hauptsächlich auf die Intension mit der etwas getan wird. Ganz einfach erklärt könnte man sagen: Du bekommst, was Du gibst. Die Botschaft, die Karma gibt, wird in sehr vielen Religionen nur unter anderem Namen weiter gelehrt.

Historische Herkunft

In den indischen Religionen ist die Lehre des Karmas sehr eng mit der Lehre der Wiedergeburt verbunden.

Der Glaube an das Karma kam schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte vor. Die Vorstellungen von Karma wurden schon im 6. Jahrhundert v. Christus in Schriften nachgewiesen. Grade im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus spielt das Karma eine große Rolle. (Quelle: http://www.wikipedia.org).

Allgemein kann man sagen, dass der Ausdruck Karma schon sehr früh schriftlich festgehalten wurde und bis heute seine Bedeutung in sämtlichen Religionen nicht verloren hat.

Wieso an Karma glauben?

Ob Du an Karma glaubst oder nicht, das ist letztendlich ganz Dir überlassen. Jedoch präsentiert Karma auch Gerechtigkeit, da jeder Mensch das erntet, was er sät. Egal ob Du gute oder schlechte Handlungen in deinem Leben vornimmst, die Handlungen werden immer wieder zu Dir zurückkommen. Und immerhin lehrt jeder Glaube, dass die Handlungen, die du vornimmst, Konsequenzen haben werden. Alle von uns kennen doch die Situation, dass man einem Mitmenschen etwas Schlechtes gewünscht hat und das diesem Menschen plötzlich eine schlimme Situation zu gestoßen ist.

Oder man kennt Menschen, die immer optimistisch sind und immer das Gute in allen Lebenslagen oder Menschen sehen, und diese Menschen sind oft sehr glücklich und zufrieden. Diese Menschen haben ein gutes Karma. Karma findet sich in den alltäglichen Lebenssituationen wieder.

Gutes oder schlechtes Karma?

Die Lehre des Buddhismus sagt aus das sich die Frage von selbst erklärt. Alle positiven Handlungen, die du selbst ausführst, werden ein positives Ereignis nach sich ziehen.

Genau so ist es mit dem schlechten Karma. Alle negativen Handlungen, die du selbst ausführst, werden ein negatives Ereignis nach sich ziehen. Das Ergebnis muss nicht sofort erscheinen, sondern kann einige Lebensabschnitte dauern, bis das Karma zur Reife kommt. (Quelle: www.viewonbuddhism.org/karma.html).

Wirst Du in Deinem Leben oft schlechte, negative Gedanken mit dir herumtragen und auch Deine Handlungen werden öfter negativ als positiv sein, wirst Du in Deinem Leben ein schlechtes Karma haben, das Dich die ganze Zeit begleiten wird.

Bist du jedoch ein positiver Mensch, der gute positive Gedanken in sich trägt und auch positive Handlungen in seinem Leben ausführen wird, wirst du ein gutes Karma haben.

Was kann ich tun um schlechtes, negatives Karma aufzulösen?

Die Dinge die Du im schlechten Karma herbeigeführt hast sind erst mal geschehen. Aber du hast die Möglichkeit das negative Karma zu stoppen, in dem du die negativen Dinge positiv siehst und so wirst du die negativen Dinge zerstören. Du hast die Möglichkeit in Zukunft die Dinge positiver- und liebevoller zu betrachten, sodass in Zukunft nur noch gutes Karma die Möglichkeit hat, gute Ereignisse herbeizuführen.

Wie funktioniert Karma?

Eine genaue Anleitung über die Funktion Karma kann man nicht liefern. Man kann einfach keine Tipps geben oder Anleitungen schreiben. Karma ist eine geistige Sache. Aber wenn man sich mit dem Thema Karma beschäftigt, wird man schnell merken, dass es an sich einfach und sehr logisch ist.

Mentale Ereignisse sind geleitet von Absicht. Absichten geben dem Geist die Richtung. Er entscheidet ob diese Absichten gut oder schlecht sind. Eine Absicht ist eine Handlung, die in sprachliche oder körperliche Handlung ausgeübt wird. Man kann Karma also in zwei Typen unterscheiden. Die Handlung der Absicht und die beabsichtige Handlung.

Die Handlung der Absicht ist der Impuls sich in eine körperliche oder sprachliche Tat zu begeben.

Die beabsichtige Handlung ist der körperliche oder sprachliche Ausdruck der Absicht.

Alles was wir jemals denken, fühlen, sprechen oder körperlich tun werden, haben immer eine Absicht, Tat, oder Handlung zu folge. Dieses wird immer negativ oder positiv sein. Auch hier kann man den Spruch anwenden: Du erntest, was du säst.

Was ist eine Karmische Beziehung?

Eine Karmische Beziehung entsteht zwischen Mensch, Tier, Pflanze … einfach alles, was lebt. Eine Karmische Beziehung ist eine Beziehung zwischen zwei Lebewesen (Seelen), die sich wirklich gut kennen und in einer Beziehung zueinanderstehen, weil sie auch in früheren Leben aufeinander getroffen sind. Jede Karmische Verbindung ob in diesem Leben oder im früheren Leben stellt eine Beziehung da (Quelle: www.beratung-leben.de)

Im Allgemeinen kann man sagen, dass immer wenn man eine Beziehung zu einem Lebewesen hat, man immer eine Karmische Beziehung führt. Denn auch hier gilt wieder so wie ich mich dem Lebewesen gegenüber verhalte kommt das Verhalten auch wieder zu mir zurück. Habe ich gute positive Gedanken, werde ich meinem Gegenüber auch ein gutes positives Handeln an den Tag legen. Dasselbe gilt natürlich auch für die negativen schlechten Gedanken und Taten.

Wie wirkt Karma?

In allen Situationen wirkt Karma dauernd. Egal, auf welches Lebwesen man es bezieht. Im allgemeinen täglichen Umgang, deinem Verhalten der Umwelt gegenüber erkennst du deine allgemeine Lektion. Am Verhalten deiner Mitmenschen, deiner Umwelt kannst du sehen, wie Karma wirkt und welche Ursache es auf alles hat. Hier kannst du auch erkennen, welches schlechte Karma du aufzulösen hast. Du sollst bereit sein für alles, was Du denkst, fühlst und tust die Verantwortung zu übernehmen. Du kannst Deiner Vergangenheit nie entfliehen, egal was du tust. Handel hier im Jetzt mit positiven und guten Gedanken.

Zusammenfassend kann man sagen das Karma immer allgegenwärtig ist. Karma hat keine Zeiten, in denen es wirkt oder nicht wirkt. Da Du ja ständig Gedanken und Handlungen ausgesetzt bist, wirkt das Karma auch ständig. Es kann nicht ausgeschaltet oder in Ruhezustand gelegt werden. Karma ist immer allgegenwärtig.

Schlechtes Karma auflösen?

Schlechtes Karma kann man nicht rückgängig machen, denn die negativen Gedanken sind bereits gedacht oder ausgesprochen, auch negative Handlungen sind vielleicht schon gemacht. Aber man kann ein schlechtes Karma auflösen und bereinigen. Dies kann durch folgende Aktivitäten getan werden:

·         Erkennen, dass man etwas Falsches getan hat.

·         Bereue, dass ich das Falsche getan habe.

·         Vergebe den Menschen, die mir falsch gegenüber gehandelt haben.

·         Bitte den Menschen um Vergebung denen ich gegenüber falsch gehandelt habe.

·         Mache den Schaden so weit es geht wieder gut

·         Begehe diese falsche Sache nicht mehr.

Nur wenn man die Situation erkennt, die man falsch gemacht hat, kann man bereuen, oder Menschen vergeben, die mir gegenüber eine falsche Tat begangen haben. Ich bitte die Menschen um Vergebung und mache den Schaden so weit es geht wieder gut. Und vor allem ich begehe dieses Unrecht in Zukunft nicht mehr. Allerdings kann man auch behaupten, dass es kein gutes oder schlechtes Karma gibt. Es gibt nur den Hinweis, dass man eine Lektion noch nicht gelernt hat.

(Quelle: www.rohdier.de)

Wenn man sich dieser Punkte und deren Bedeutung bewusst ist und seinen ganzen Glauben in diese Punkte legt wird man es schaffen das schlechte Karma aufzulösen. Du kannst deine Handlungen die du selbst getan und bestimmt hast nie einem anderen Menschen oder Lebewesen zur Verantwortung machen. Nur Du selbst bist für Dich verantwortlich und im Zusammentreffen mit anderen Lebewesen trägst du allein die Verantwortung für deine Gedanken.

Früchte des Karmas realisieren

Hierzu gibt es verschiedenen Auffassungen. Die erste Auffassung wäre nach dem Tod verlässt die Seele den Körper und wird durch einen neuen durch Karma bedingten Leib geboren.

Die zweite Auffassung wäre das die Vergeltung teils im Jenseits und teils im neuen Leben stattfindet.

Die dritte Auffassung wäre das gute Karma kann eine zeitlich begrenzte Seligkeit im Himmel erwirken, schlechtes Karma in der Hölle. Doch dort nicht für immer, sondern im Wechsel mit der Tiergeburt. (Quelle: http://www.wikipedia.org).

Egal wie man es dreht und wendet, wenn man an Karma glaubt, gibt es verschiedene Möglichkeiten über das gute und schlechte Karma.

Alles was man in seinen letzten und zukünftigen Leben tut, wird man als Konsequenz erhalten. Man darf nicht glauben Dinge könnten ungeschehen gemacht werden, oder in Vergessenheit geraten.

Oftmals trifft man die Aussage: Was hab ich in meinem vorherigen Leben getan, damit ich heute so bestraft werde? Dies würde sich dann mit diesen Punkten erklären.

Bedeutung Karma in der heutigen Zeit

Heutzutage ist der Begriff Karma auch in der westlichen Welt populär. Man beruft sich auf vermeintliche Karmische Verstickungen, wenn sich Beziehungen in verschiedener Art nicht wunschgemäß gestalten. (Quelle: www.hellsicht.net)

Jedoch hat sich die ursprüngliche Bedeutung in der heutigen Zeit gewand. Oftmals wird die Aussage über Karma leichtfertig dahin gesprochen, wie zum Beispiel der Mensch hat ein gutes oder schlechtes Karma ohne den Hintergrund genau zu kennen.

Allerdings gibt es heute auch noch Menschen die sich intensiv mit der Esoterik und der Lehre des Buddhismus beschäftigen und diese Menschen kennen die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Karma. Auch wissen solche Menschen, wie sie die Lehre weitergeben können, und wie sie mit Karma im täglichen Leben umgehen müssen.

Allerdings gibt es auch Menschen, die sich der Lehre nicht bewusst sind, aber aufgrund ihrer positiven Lebensweise ein gutes Karma haben.

Karma und Reinkarnation

 

Auch hier findet man die Lehre wieder „Du erntest, was du säst“. Zur Bedeutung ist Folgendes zu sagen: Wenn man in einem vorherigen Leben zum Beispiel sehr reich war an materiellen Dingen und diese nie mit anderen geteilt hat, wird man in seinem nächsten Leben arm an materiellen Dingen sein. Man ist immer selbst verantwortlich für sein Leben, seine Gedanken, sein Handeln und sein Tun. Um das Gesetz Karma zu begreifen, muss man die Wiedergeburt in einen anderen Körper akzeptieren und an Seelenwanderung glauben. Alles, was man in seinem jetzigen Leben erfährt, wird immer wieder auf einen in einem nächsten Leben zurückkommen.

Oftmals kommt man in Situationen, die einem sehr vertraut und bekannt vorkommen. Oder man kennt sich an Orten aus, an denen man vorher noch nicht war. Auch hat man das Gefühl bei fremden Menschen, diese zu kennen und kann gleich sehr vertraut mit ihnen umgehen. Aber man ist sich in seinem Gefühl sehr sicher und fühlt sich wohl dabei. Hier zeigt sich wieder das alle Seelen die verstorben sind wieder in einem neuen Körper und oft auch an denselben Orten wieder zusammentreffen.

Heutige Astrologie und Karma

Auch in der heutigen Astrologie spielt Karma eine Rolle. So können heute die so genannten Karma Horoskope erstellt werden. Es ist das Geburtshoroskop unter Betrachtung des Karmischen Aspektes. Es kann Aufschluss darüber geben, welche unerlösten Themen man mitgebracht hat, welche Karmische Beziehung zu einem Menschen im jetzigen Leben hat, welcher Art der Aufforderungscharakter ist, und worin die Karmische Lebensaufgabe besteht.

Das Karma Horoskop zeigt unsere eigentliche Lebensaufgabe. Es beschreibt die innerseelischen Vorgänge und kann von Ängsten befreien. Karma wird als Aufgabe betrachtet. Was sich zuerst als Problem zeigt, soll als Hürde genommen werden. (Quelle: www.sternton.co/wissen/karmahoroskop.htm)

Das Karma Horoskop sagt auch aus das Wir nicht zufällig geboren werden, sondern an dem Zeitpunkt, an dem die Zeit unserem Lernprogramm für dieses Leben entspricht.

Aber auch in der chinesischen Astrologie spielt Karma eine Rolle. Karma ist immer allgegenwärtig egal in welcher Form von Astrologie. Karma spielt in vielen Kulturen eine große Rolle. Aber man muss unterscheiden.

Man kann sagen, dass man zum Beispiel die chinesische Astrologie nicht mit der westlichen Astrologie vergleichen kann. Die westliche Astrologie beobachtet die Bewegung von Sonne, Mond und Planeten durch den Tierkreis. Die chinesische Astrologie jedoch beruft sich auf komplizierten Mondzyklen.

Aber auch hier soll noch mal gesagt sein: Karma hat keine Kultur, Rasse, oder Zeitgefühl. Karma ist immer da und jede Handlung hat seine Auswirkung. Karma kann man nicht abstellen, oder vergessen. Jeder Mensch ist verantwortlich für die Dinge, die er tut, und alle diese Dinge haben eine Konsequenz. Ob diese dann gut oder schlecht ist, das ist jedem Menschen selbst überlassen. Man kann nur hoffen, dass Menschen mit einem schlechten Karma es schaffen, dieses in ein gutes Karma umzuwandeln. Und sich in zukünftigen Leben bewusst sind, welche Auswirkungen Karma haben kann.

Literatur

Kirpal Singh: Karma: Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Acharya Buddahraakitha: Die Lehre von Karma und Wiedergeburt (2004)

Ino Weber: Das Karma Gesetz – Ist das Leben ungerecht? (2008)

Aljoscha Schwarz und Roland Schweppe: Karma – die Gebrauchsanleitung; damit das Schicksal macht was Sie wollen (2008)

Vadim Schenzte: Alte Russische Karma – und Reinkarnationslehre (2006)

Alfred Weil von Bayerlein und Steinschulte: Karma (2008)

Weblinks

www.wikipedia.org/wiki/karma

http://www.payer.de/einzel/karma.htm

http://www.puramaryam.de/karmafrei.html

http://www.puramaryam.de/karmawas.html

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