Räuchern?
Räuchern, ein althergebrachtes Ritual
Räuchern ist ein uraltes Ritual, welches in verschiedenen Kulturen, weltweit praktiziert wurde. So finden sich beispielsweise bereits in der Steinzeit Rauchaltare in den Behausungen der Menschen. Große Kulturen, wie etwa die Ägypter, die nordamerikanischen Indianer und die Chinesen, gebrauchten Räucherungen zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. So wurde die heilige Rauchzeremonie zu medizinischen Zwecken, wie auch bei magischen Ritualen und sakralen Handlungen eingesetzt. So alltäglich und vielfältig dieses Ritual in der Vergangenheit auch begangen wurde, in der heutigen westlichen Kultur ist ihre spirituelle Wirkung zumeist in Vergessenheit geraten.
Siehe auch http://www.raeucherwerk-ratgeber.com/geschichte-raeuchern-brauch-zeremonien/index.php
Damit die großartige Kunst des Räucherns nicht verloren geht, sollen hier ein paar der wichtigsten Rituale, der kraftvollsten Harze und der wirksamsten Kräuter aufgeführt werden. Auch zur richtigen Handhabung der Räucherkunst soll der Suchende hier eine Anleitung finden.
Zu allererst wird zur Verbrennung der Harze und Kräuter ein entsprechendes Gefäß benötigt. Denn ohne eine Haltevorrichtung für die Glut, welche den Rauch zu erzeugen vermag, wäre kein Ritual möglich. Das Behältnis sollte wenn möglich aus Stein, Keramik oder Eisen sein. Ein größerer Durchmesser, wie auch eine wärmeisolierte Halterung sind zu empfehlen. Steht das Gefäß zum Anfang der Zeremonie auf einer Holzplatte oder einem der heutigen Fußböden, ist es ratsam, die Räucherkohle in Sand, Kies oder auch Asche zu platzieren, da so eventuelle Brandflecken vermieden werden können.
Nach einiger Erfahrung im Räuchern, kann man auch zu einem Weihrauchfaß greifen.
Zur Verdampfung der Substanzen wird Glut benötigt. Am Besten verwendete man hier die im Handel vertretene Räucherkohlen. Wenn jedoch eine Räucherung durchgeführt werden muss und keine solche Kohle zur Hand ist, sind auch Kohlen auf Holzkohlebasis geeignet.
Natürlich ist es unerlässlich Feuer zu haben, denn die Glut, welche hilft, den reinigenden Rauch zu entfalten, gibt es nicht ohne das Element Feuer.
Am populärsten sind die Verräucherung von Harzen und Kräutern. Jedoch auch Gewürze, Blüten, Hölzer und Wurzeln können energetisch wirksam angewandt werden. Je nach Erfahrung im Umgang mit der hohen Kunst des Räucherns, sollte eine dieser Substanzen eingesetzt werden.
In der heutigen Zeit sind Räucherstäbchen und Räucherkegel bekannt, diese eignen sich jedoch nicht zu einer Räucherung im zeremoniellen Sinn.
Ein Harz, welches sich zur Räucherung eignet, ist Weihrauch. Dieses ist aus sakralen Zeremonien bekannt.
Auch empfehlenswert sind Fichte und Kiefer, welche zu den geläufigsten heimischen Harzen gehören.
Myrrhe,Benzoe und Sandarak sind auch für Anfänger geeignete Harze. Eine weitere Auflistung von Harzen, findet man unter http://de.wikipedia.org/wiki/Weihrauch
Zu den Räucherkräutern zählen die mystische Mistel, Beifuß, Heidekraut und Eisenkraut. Aber auch eine Mischung aus Almkräutern oder heimischen Wiesenkräuter kann ihre Wirkung als Räuchermedium erzielen. Für Anfänger und botanisch Unerfahrene ist es hier ratsam, sich eine vorgefertigte Kräutermischung zu besorgen.
Hölzer, welche bereits in alter Zeit zu Ritualen eingesetzt wurden, sind Zeder und Sandelholz. Aber auch Apfelbaum, Birke, Eiche und Weide lassen sich als Räuchersubstanzen verwenden.Sowie auch einige weitere heimische Hölzer.
Alantwurzel eignet sich ebenso wie auch Angelikawurzel als Räucherwerk. Weitere verwendbare Wurzeln sind die Kalmuswurzel und die Wurzel der Iris. Eine Auflistung von Räucherwurzeln und ihrer Wirkungen findet sich unter http://www.hexenmix.de/05a3e19bcc14e3416/05a3e19bdc1286071/05a3e19bfe0d34503.html
Zimt, Anis,Thymian, Pfeffer und Kardamom zählen zu den geeignetsten Gewürzen für Räucherungen.
Rose, Löwenzahn und Mohn sind Blumen, welche in Räucherritualen verwendet werden können, wobei die Letztere nicht in unerfahrene Hände gehört.
Eine wunderbare Nennung sämtlicher Räucherpflanzen ist unter http://www.mamerikar.ch/PDF/44-49%20raeuchern%20vertreibt%20dicke%20luft.pdf zu finden.
Generell ist hier in Bezug auf die zur Räucherung verwendeten Substanzen zu bemerken, je kürzer der Räuchernde sich mit dem Ritus beschäftigt, desto vorsichtiger sollte er in der Anwendung sein.
Harze, Kräuter, Wurzel, Blüten und Gewürze entfalten während der Räucherung ihre volle Kraft. Und je nach verwendetem Medium kann diese unerwünschte Wirkungen haben. So sollte man zu Beginn mit kleinsten Mengen an Räucherwerk arbeiten. Einige der oben aufgeführten Pflanzen sind schon in geringem Maß äußerst wirksam und eine zu großzügige Gabe in die Glut könnte einen nicht beabsichtigten Effekt erzielen.
Demnach ist die Kunst des Räucherns, welche sich über Jahrhunderte entwickelt hat, mit Bedacht auszuüben.
Eines der heute noch geläufigsten Räucherrituale, ist da zur Reinigung von Häusern. In dieser Zeremonie gilt es die einzelnen Räume von negativen Schwingungen, unreinen Elementen und Einflüssen zu reinigen. Am effektivsten ist diese Räucherung, in den Rauchnächten zu den Weihnachtsfesttagen.
Da es sich hier um ein Ritual handelt, welches eine gewaltige Wirkung auf das feinstoffliche Klima des Hauses hat, sollte es wie sämtliche Reinigungen mit der nötigen inneren Ruhe und Zeit durchgeführt werden. Auch sind negative Gedanken zu beseitigen.
Wichtig ist es während dieser Art Räucherung, einen zentralen Ort im Gebäude zu suchen, welcher später als Schutzort fungiert. Hier sollte das Feuer entzündet werden, welches das Räucherwerk entfalten wird.
Die Glut wird jedoch erst vor dem Eingang mit der am Schutzort entzündeten Kerze entfacht.
Das Räucherwerk ist ebenfalls Außen zu aktivieren, wo Reinigungsrituale beginnen und enden. Das Gebäude wird zur Räucherung durchschritten. Keine Barriere soll behindern. Türen sind offen zu halten bis das Ritual beendet ist. Weiterhin sollte man während des Reinigens seinen eigenen Weg nicht kreuzen und das Ritual ist über Rechts auszuführen.
Nach der Räucherung sollte die Räume des Objektes gelüftet werden, denn die Reinigungsmischungen zeichnen sich durch eine stärkere Rauchentwicklung aus.
Außerdem stellt das Lüften einen symbolischen Abschluss der Zeremonie dar. Zum Ausführen dieses Rituals gibt es die unterschiedlichsten Mischungen, und eine jeder Praktizierender muss die für sich stimmige finden.
Eine weitere Anleitung online finden Sie hier : http://artikel.4.am/archives/1997-Anleitung-zur-Raum-Reinigung-von-Raeumen-mit-Raeucherwerk-und-Weihrauch-eine-Anleitung.html
Ein wertvolles Buch zum Thema Räucherung ist Wohnen in guter Energie von Marlis Bader.
Ein weiteres Gebiet, in dem Räucherung heute noch eine Rolle spielt, ist zur Wiederherstellung der Gesundheit. Medizinische Räucherungen sind mannigfaltig.
Wie beim Reinigungsritual, sind auch hier Konzentration und Ruhe gefordert, denn auch bei dieser Art der Räucherung gilt es negative Einflüssen zu beseitigen und das bedarf Zeit und Aufmerksamkeit.
Alle Räucherrituale zur Bekämpfung von Krankheit werden ähnlich ausgeführt. Auch hier ist ein Schutzort einzurichten, an dem die Glut entfacht und das Räucherwerk zubereitet wird. Wiederum wird zum Anfang der Räucherung das Ziel derselben definiert. Danach wird der Raum der erkrankten Person und deren Kleidung mit dem heilenden Rauch behandelt. Je nach Krankheit ist es ratsam, das der Betroffene sich zum Zeitpunkt der Räucherung nicht im Raum befindet. Auch hier sollte zum Abschluss gelüftet werden.
Räuchermischungen gegen Erkältungskrankheiten und zur inneren Reinigung finden Sie zum Beispiel hier :
http://www.kraeuterallerlei.de/kraeuter-raeuchern-gegen-erkaeltung-und-zur-inneren-reinigung/
Räucherungen werden auch zu meditativen Zwecken benutzt. Hier dienen die unterschiedlichen Mischungen zur Verstärkung der Meditation. Häufig steht das Räucherwerk während der Meditation im Raum und verstärkt dies.
Egal welche Anwendungen des Räucherns durchgeführt wird, es handelt sich immer um eine magische, energetische und kraftvolle Handlung.
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